Treibjagd
Großer Stress für die Tiere - Treibjagd
Die Treibjagd ist sicherlich keine unumstrittene Jagdtechnik. Viele Tierschützer fordern ein Verbot, da sie den Stress, welchen die Tiere dabei erleiden müssen, anprangern. Fakt ist, dass die Treibjagd eine der traditionellsten Jagdformen ist. Sie fand schon vor Tausenden von Jahren statt, als sich die Steinzeit-Menschen in Gruppen versammelten und ein Tier, das sie für die Jagd ausgemacht hatten, umringten und den Kreis immer enger zogen, bis es schließlich kein Entkommen mehr für das Tier gab. Dies war damals die traditionelle und einzig mögliche Jagdweise. Denn Waffen mit scharfer Munition waren noch nicht erfunden.
Die Treibjagd wurde später eine beliebte Freizeitbeschäftigung an den europäischen Königshöfen – allerdings mit dem Unterschied, dass der König sicher nicht selbst zu den Treibern gehörte, sondern treiben ließ. Die Tiere wurden von eigens angestellten Treibern direkt vor den Herrscher gebracht.
Auch heute findet die Treibjagd also noch statt. Die Jäger umstellen ein vorher bestimmtes Gebiet kreisförmig, dann wird der Kreis immer enger um die Tiere gezogen. Hauptsächlich treibt man heute kleinere Tiere, wie etwa Hasen. Auch Hunde werden bei der Treibjagd eingesetzt, welche die Tiere dann aufscheuchen. Die zusammen getriebenen Tiere werden dann möglichst schnell getötet, dass ihnen kein weiteres Leiden geschieht. Den Stressfaktor kann man bei der Treibjagd jedoch wahrlich nicht außer Acht lassen. Es gibt vermutlich bessere Formen der Jagd, die einem Tier weniger Schaden zufügen.